It´s OWL: Neue Technologien für den Mittelstand

Alles wird smart, auch die Lagerung von Gefahrstoffen. Im Technologienetzwerk it´s OWL haben sich 174 Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen organisiert. Die Aufgabe: Innovationen zu entwickeln, welche dabei helfen, die Zukunftsvision Industrie 4.0 im Mittelstand in der Praxis umzusetzen. DENIOS ist als Kernunternehmen ein Teil dieses Netzwerkes mit dem Innovationsprojekt "it´s OWL-IGel".

Die Prototpyen für intelligente Gefahrstofflagerung und Entnahme

Die führenden Köpfe des Projektes v.l.n.r.: Dr.-Ing. Christian Henke (Fraunhofer-Projektgruppe Entwurfstechnik Mechatronik), Prof. Dr.-Ing. Stefan Witte und Prof. Dr.-Ing. Volker Lohweg (Institut für industrielle Informationstechnik (inIT) der HS OWL), Udo Roth (DENIOS AG), Landrat Dr. Ralf Niermann, Benedikt Boucke (Vorstand, DENIOS AG), Wolfgang Marquardt (OstWestfalenLippe GmbH)

Intelligente Gefahrstofflagerung und Entnahme

DENIOS hat im Rahmen des Innovationsprojektes "it´s OWL-Igel" mit dem Institut für industrielle Informationstechnik der Hochschule OWL und der Fraunhofer IPT Projektgruppe Entwurfstechnik Mechatronik zusammengearbeitet. Gemeinsam wurden die Prototypen eines intelligenten Gefahrstofflagers und einer smarten Abfüllstation für Gefahrstoffe entwickelt. Die Zielsetzung gliederte sich in die Teilbereiche Schadensverhinderung, Schadensbegrenzung und halb-automatische Gefahrstoffabfüllung.

Kommunikation mit dem Nutzer

Ein dezidiertes Condition Monitoring des Gefahrstofflagers dient der proaktiven Einhaltung sicherer Betriebszustände. Realisiert dies durch eine umfassende Sensorik, die beispielsweise Gasentwicklungen, Leckagen, Rauchentwicklung sowie Temperaturschwankungen erfasst, mit Soll-Betriebsparametern vergleicht, interpretiert und dem Betreiber über verschiedene Kanäle vermittelt. Das Lager kommuniziert direkt über optische und akustische Signale. Zusätzlich hält es den Nutzer über mobile Devices über den Betriebszustand auf dem Laufenden.

Intelligente Überwachung in der Praxis

Selbstständig eingeleitete Gegenmaßnahmen dienen der Schadensverhinderung oder Schadensbegrenzung. Die Abfüllstation kann direkt mit dem Gefahrstofflager gekoppelt sein und stellt die automatisierte Entnahme und Abfüllung von Gefahrstoffen unter hohen Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz der Mitarbeiter sicher. Beide Prototypen wurden am vergangenen Dienstag in den Räumen der DENIOS AG präsentiert. Ein Rahmenprogramm mit Fachvorträgen zu Themen wie Intelligente Automatisierungstechnik (Fraunhofer Projektgruppe) und Intelligente Vernetzung (Hochschule OWL) sorgten für theoretischen Input. Im Praxistest zeigten die Prototypen eindrücklich, dass die Industrie 4.0 auch in der Gefahrstofflagerung angekommen ist.